Wir brachen am nächsten Morgen auf, als die Wolken noch tief hingen und die Felder um die Scheune von Nacht und Tau gesättigt waren. Mira ging diesmal anders. Nicht voran, nicht zurück – sie ging in der Mitte, zwischen Oran und Seiji, und ihr Schritt hatte jene Qualität verloren, die mich immer an einen gezogenen Bogen erinnert hatte: angespannt, auf etwas gerichtet, das noch nicht sichtbar war. Stattdessen war da etwas Offeneres in ihrer Art zu gehen. Nicht Erschöpfung. Etwas anderes.
Ich beobachtete es, ohne es zu benennen.
Seiji schrieb nicht. Das war das erste, was mir auffiel – sein Notizbuch blieb in seiner Tasche, und seine Hände waren frei, ruhig an seinen Seiten. Als ich ihn von der Seite ansah, merkte ich, dass er nicht auf den Weg schaute, sondern auf Mira, und zwar mit einer Sorgfalt, die bei ihm neu war: nicht analytisch, nicht dokumentarisch, sondern einfach – anwesend.
Create a free account to unlock all chapters. It only takes a few seconds.
Sign In FreeCreate your own AI-powered novel for free
Get Started Free