Roland Starkenburg erfuhr es durch einen Mann, der Müdigkeit vortäuschte.
Nicht Erschöpfung — die kannte Roland aus dem Gesicht jedes Boten, der die nordöstliche Paßstraße hinter sich hatte. Es war die andere Müdigkeit, die vorgespielte, die eines Mannes, dem aufgetragen worden war, gleichgültig zu erscheinen. Der Bote hatte das Pferd zu gut versorgt, ehe er ins Hauptgebäude von Steinmark trat, und er hielt den Briefbeutel mit einer Sorgfalt, die über die bloße Vorsicht eines langen Rittes hinausging. Roland, der in der Eingangshalle stand und gerade einem Knecht Anweisungen über den Zustand des westlichen Scheunengiebels gegeben hatte, sah das alles in der Zeit, die ein Atemzug braucht, und stellte es beiseite.
Der Bote überreichte zwei Schreiben. Sie waren mit verschiedenem Wachs versiegelt.
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