Es schneite nicht mehr, als er am Mittwochmorgen aufwachte. Der Himmel war weiß und drückte tief über die Dächer, und die Luft hatte jene besondere Stille angenommen, die dem weiteren Schneefall vorausgeht — eine Stille, die sich von gewöhnlicher Windlosigkeit unterschied, als halte die Welt den Atem an über einer Entscheidung, die sie noch nicht getroffen hatte.
Faustus hatte schlecht geschlafen. Das war keine Neuigkeit. Er hatte die halbe Nacht mit dem Rücken zur Wand gesessen und in das Kerzenlicht gestarrt, das auf der gegenüberliegenden Seite seines Zimmers einen unruhigen Schatten warf, und er hatte versucht, das Bild der Schrift aus sich herauszudenken, als sei Denken ein Instrument der Auslöschung. Es war keines. Das wusste er seit vierzig Jahren, und dennoch versuchte er es immer wieder, mit der hartnäckigen Dummheit eines Mannes, der eine Methode liebt, obwohl die Methode ihn jedes Mal enttäuscht.
Um sechs Uhr hatte er aufgehört zu versuchen. Er hatte sich gewaschen, rasiert — diesmal ohne Verletzung, mit der mechanischen Sorgfalt, die eintritt, wenn die Hand genug Schlaf hat und der Kopf zu müde ist, um zu zittern — und war um halb acht die Treppe hinuntergegangen, wo Klara Brot und gekochten Hafer bereitgestellt hatte, ohne ihm dabei ins Gesicht zu sehen.
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