Wir brachen am Morgen auf, als das Moor noch nach Nacht roch.
Meine Beine trugen mich, aber nur knapp. Seiji hatte mir, ohne ein Wort darüber zu verlieren, seinen zweiten Wanderstab gegeben – ich hatte nicht gefragt, woher er einen zweiten hatte, und er hatte nicht erklärt, warum er ihn anbot. Manche Hilfe funktioniert nur, wenn man sie nicht benennt. Man nimmt sie, wie man eine Hand aus dem Wasser nimmt: schweigend, dankbar, ohne zurückzuschauen.
Das Gelände stieg an, je weiter wir das Moor hinter uns ließen. Stein trat aus der Erde, erst vereinzelt, dann in Schichten, die wie aufeinandergestapelte Schweigejahre wirkten. Der Himmel war grau, aber ein anderes Grau als das des Moors – weniger nass, mehr leer. Ein Grau, das noch keine Entscheidung getroffen hatte.
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