Ich wachte auf, bevor der Regen aufgehört hatte.
Das war das Erste, was ich bemerkte – nicht das Licht, nicht die Kälte, nicht das Geräusch der anderen Atemzüge in der Scheune, sondern das Aufhören des Regens. Es geschah lautlos, wie ein Satz, der mittendrin abbricht. Und in dieser neuen Stille war etwas Wacheres als ich selbst bereits aufgestanden.
Seiji schlief noch, das Notizbuch neben seiner Schulter. Die Asche im Feuerbecken war erkaltet, grau und glatt wie die Oberfläche eines stillen Sees. Mira lag auf der Seite, den Arm unter den Kopf geschoben, ihr Gesicht entspannt auf eine Weise, die ihr waches Gesicht nie erlaubte. Oran saß aufrecht, die Augen offen, so wie er manchmal saß – als hätte er nie aufgehört, wach zu sein, oder als wäre der Unterschied zwischen Schlaf und Wachen für ihn längst keine Frage mehr.
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