Die Nachricht kam auf dem Weg des Gerüchts, wie es wichtige Nachrichten stets tun — nicht als offizielles Schreiben, sondern als Flüstern eines Stallknechts, der einen Boten kannte, der einen Händler kannte, der zwei Tage zuvor in Waldenfels gewesen war. Vogeler empfing diese Version der Wahrheit früh am Morgen des achtzehnten Tages, während Roland noch schlief, und ließ ihn schlafen — eine kleine Gnade, die er später nie erwähnte.
Als Roland erwachte, stand Vogeler bereits an der Tür seines Arbeitszimmers, das Gesicht mit der sorgfältigen Ausdruckslosigkeit eines Mannes, der eine schlechte Nachricht bereits so lange trägt, daß er gelernt hat, ihr Gewicht zu verteilen.
„Wann", sagte Roland.
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