Chapter Seven: Jakob's Bargain at the Merchants' Exchange

Die Westermark-Handelsbörse lag am unteren Ende der Fürstenstraße, drei Häuserblöcke vom Schloss entfernt, in einem Gebäude, das seine gegenwärtige Würde der Tatsache verdankte, dass es seit achtzig Jahren niemals abgerissen worden war. Es war in dem schwergewichtigen Stil jener Jahrzehnte errichtet, in denen bürgerliche Solidität und dynastischer Repräsentationswillen noch dieselbe Sprache gesprochen hatten: hohe Rundbogenfenster, deren Sandsteinrahmen von der städtischen Luft dunkelgrau gefärbt worden waren, eine breite Freitreppe, über die täglich genug Männer in genug Mänteln traten, um einem einzelnen Beobachter keine besondere Aufmerksamkeit zu sichern.

Das war, wie Eduard sich sagte, der entscheidende Vorzug des Ortes.

Er hatte Brennecke drei Tage zuvor nach dem Terminkalender gefragt — beiläufig, zwischen zwei anderen Fragen, deren Beiläufigkeit er sorgfältiger hatte einrichten müssen. Brennecke hatte die Liste auf seinen Schreibtisch gelegt und erklärt, die vierteljährliche Ausschusssitzung des Handelskonsortiums sei öffentlich zugänglich, insofern man als Beobachter ohne Stimmrecht erscheine und sich in die Liste eintrage. Eduard hatte genickt, als notiere er einen unrelevanten Verwaltungsumstand, und Brenneckes Augen hatten dieses Nicken mit der präzisen, neutralen Sorgfalt eines Mannes aufgenommen, der seit Jahren darin geübt war, das zu registrieren, was man ihm nicht sagte.

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Chapter Seven: Jakob's Bargain at the Merchants' Exchange — Das Erbe des Eisernen Throns – Der Verfall der Westermark | GenNovel