
Es war einmal eine Welt, in der die Gelehrten zu sterben begannen – einer nach dem anderen, ohne Erklärung, wie Kerzen, die ein unsichtbarer Atem auslöscht. Der junge Naturforscher Wendelin Grau wird in dieses Dunkel gerufen. Er soll das Rätsel lösen, doch je tiefer er gräbt, desto fremder wird die Welt um ihn herum. Er findet ein verborgenes Buch, das von einem Spiel berichtet – einem Spiel aus Sternen und drei Sonnen, die niemals Ruhe geben. Weit zurück in der Vergangenheit hatte die Astronomin Elsa, Tochter eines verfolgten Weisen, ihre Seele an die Verzweiflung verloren. Vom hohen Turm des Roten Berges sandte sie eine Botschaft in den großen Sternwald jenseits aller bekannten Welt – und der Sternwald antwortete. Die Wesen, die dort wohnen, sind weder gut noch böse, so wie der Winter weder gut noch böse ist. Sie haben drei Sonnen und kennen kein Zuhause, denn ihr Himmel ist niemals still. Nun schicken sie ihren Willen voraus: winzige Geister, kleiner als ein Atemzug, die sich in alle Dinge einschleichen und dafür sorgen, dass kein Mensch mehr wahres Wissen erlangen kann. Die Forschung der Menschen erstarrt wie ein verzauberter Schlaf. Wendelin und die Kriegerin Hilda, eine Frau mit Augen wie Feuerstein, müssen herausfinden, warum Elsa einst gerufen hat – und ob der Ruf noch aufzuhalten ist. Sie reisen durch verfallene Gilden, sprechen mit sterbenden Gelehrten und enträtseln ein Netz aus Verrat, Verehrung und Sehnsucht. Am Ende steht keine einfache Erlösung, denn manche Türen, einmal geöffnet, bleiben für immer einen Spalt weit offen.
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